60 Jahre Lebenshilfe Wittmund  

 

Am 14. Juni feierte unser Verein im Café Pütt und vor dem Haus in der Brückstraße in Wittmund sein 60-jähriges Bestehen. Vorsitzender Thomas Hullena konnte dazu viele Ehrengäste, Gönner und Förderer, ehemalige Vorsitzende sowie Bürgerinnen und Bürger begrüßen. 

In seiner Begrüßungsrede ließ er die Geschichte des Vereins Revue passieren. Von der Gründung am 07.05.1965 durch Frau Trude Helmke, Herrn Dr. Garbe und Herrn Dr. Schulze spannte er den Bogen zu den heutigen Angeboten des Vereins, der Heilpädagogischen Frühförderung, dem Auszeitangebot, dem Café Pütt und dem Werkstattladen „Bumerang“. Er verdeutlichte, dass es Ziel der Lebenshilfe sei, dass jeder Mensch mit Behinderung gleichberechtigt und so selbstbestimmt wie möglich in unserer Gesellschaft leben könne. Auch erläuterte er, dass die Lebenshilfe-Vereine Aurich und Wittmund Trägervereine der Lebenshilfe Aurich – Wittmund Holding gGmbH, der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) sowie der Einrichtungen für ambulantes und betreutes Wohnen (W.I.R.) seien.  Einen großen Dank richtete er an alle, die bei diesem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen unterstützen, helfen und mitarbeiten, wobei er die Gelegenheit nutzte, noch einmal für die ehrenamtliche Arbeit zu werben. 

Herr Bürgermeister Claußen hob den hohen Stellenwert der Arbeit des Vereins hervor und lobte die Schaffung des inklusiven Cafés und des Ladens Bumerang in der Innenstadt als „beispielgebendes Sozialquartier für ganz Niedersachsen“.  Inklusion werde hier gelebt. Herr Gierszewski als Vertreter des Landrates des Landkreises Wittmund verwies insbesondere auf die wichtige Arbeit der Heilpäda-gogischen Frühförderung, die der Verein für den Landkreis anbiete, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit passend mit einem Spielwaren-Gutschein. Herr Steinsiek überbrachte Grüße vom Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen. Er würdigte die Arbeit der Lebenshilfevereine vor Ort und machte deutlich, dass es gelte, das Erreichte zu erhalten und weiter auszubauen. Mittlerweile gebe es leider wieder Strömungen in der Gesellschaft, die vieles in Frage stellten. Herr Gauger als einer der Geschäftsführer der Lebenshilfe Aurich-Wittmund Holding gGmbH hob die Bedeutung der Arbeits- und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderungen hervor, machte aber auch deutlich, dass es zunehmend schwieriger werde, Arbeitsaufträge aus der Wirtschaft zu erhalten. Er würdigte das im Café stattfindende Miteinander von haupt- und ehrenamtlichen Kräften.  Frau Hans von der evangelisch-lutherischen Kirche in Wittmund ging in ihrem Grußwort auf die „Lebenshilfe“ für Menschen ein, die beide Institutionen anbieten. 

Herr Thellmann als Vertreter des Projektes „Kinder in Not“ der Blücher Stiftung brachte einen Scheck über 1.500 EUR mit, eine Spende für eine Fahrt der Auszeit-Gruppen. Herr Fastenau übergab für die EG Wittmund drei Strom-Gutscheine für die Tombola, gedacht als Würdigung der Leistung der Ehrenamtlichen. Herr Hullena bedankte sich im Namen des Vereins für diese großzügige Unterstützung. 

Bei herrlichstem Sommerwetter lauschten viele Gäste der Musik von Pütt-Beat und schauten der Irish Dance Company aus Wilhelmshaven beim Stepptanz zu. Bratwürste, Waffeln, Kaffee und Kuchen sowie Popcorn (von der Förderschule Wittmund angeboten) fanden reißenden Absatz, auch die Lose der Tombola waren schnell verkauft und schöne Preise konnten mit nach Hause genommen werden. Die Spiele aus den 60er-Jahren, die das Frühförderteam zusammengestellt hatten, wurden mit Neugier ausprobiert. Anlehnend an dieses Angebot bot das Atelier Freiraum das Basteln von Pompons an.  Wer es etwas ruhiger mochte, konnte im Café Pütt die Geschichte des Vereins anhand von Zeitungsartikeln aus allen Jahrzehnten nachlesen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Disco am Nachmittag, bei der viel getanzt und ausgelassen gefeiert wurde. 

Die Lebenshilfe Wittmund bedankt sich herzlich für die vielen lobenden Worte, auch mitgeteilt auf dem Fragekärtchen. Allen Mitwirkenden, Sponsoren, Spendern, Organisatoren und den vielen Helferinnen und Helfern, die dazu beigetragen haben, dass dieses Jubiläum zu einer unvergesslichen Veranstaltung wurde, ebenfalls ein großes Dankeschön.